BI d. F. Florian Miler zur Übersicht
Ein LKW-Fahrer meldete am Freitagabend einen Brandverdacht bei der Sandbauernbrücke. Vor Ort stellte sich heraus: Ein Lagerfeuer von Campern hatte für den Alarm gesorgt. Die Feuerwehren Hinterstoder und Vorderstoder rückten aus.
Der Alarm
Am Freitagabend, den 17.07.2026, ging um 22:14 Uhr die Meldung bei der Landeswarnzentrale ein: Ein LKW-Fahrer hatte auf der L552 in Höhe der Sandbauernbrücke Rauchgeruch bemerkt und den Brandverdacht gemeldet. Fünf Minuten später rückte die Feuerwehr Hinterstoder mit 16 Mann und drei Fahrzeugen aus, darunter das Großlöschfahrzeug, das Kommandofahrzeug und das Rüstlöschfahrzeug Tunnel. Unter der Einsatzleitung von HBI Helmut Kniewasser waren die Kräfte bereits um 22:26 Uhr am Einsatzort.
Vor Ort die Entwarnung
Was aus der Ferne wie ein Brand aussah, entpuppte sich schnell als deutlich harmloser: Camper hatten an der Steyr, nahe der Sandbauernbrücke, ein Lagerfeuer entzündet. Die Flammen waren bei Eintreffen der Feuerwehr bereits erloschen. Zur Sicherheit führte die Mannschaft trotzdem Nachlöscharbeiten mit Löscheimern durch, damit auch keine Glut mehr nachglimmen konnte. Auch die Polizei Windischgarsten war mit zwei Beamten vor Ort. Um 22:30 Uhr war die Brandstelle gesichert, um 23:34 Uhr rückte die Mannschaft wieder in ihr Feuerwehrhaus ein.
Ein Wort zu Feuer im Freien
Ein Einsatz wie dieser zeigt, wie schnell aus einem gemütlichen Abend am Fluss ein Feuerwehreinsatz werden kann, auch wenn am Ende nichts Schlimmes passiert ist. Was viele nicht wissen: Aktuell gilt im Bezirk Kirchdorf die Waldbrandschutzverordnung. Das bedeutet, in Waldgebieten und deren unmittelbarem Gefährdungsbereich ist derzeit jedes offene Feuer verboten, egal ob Lagerfeuer, Grillfeuer mit Holzkohle oder auch das Rauchen. Die Verordnung gilt noch bis Ende Oktober. Wer im Freien unterwegs ist, sollte sich vorher informieren, ob die eigene Feuerstelle in einem betroffenen Bereich liegt, im Zweifel gilt: kein offenes Feuer. Bei Missachtung drohen empfindliche Strafen, ganz abgesehen von der Gefahr, die bei der aktuellen Trockenheit von einem einzigen Funken ausgehen kann.
Die Feuerwehr Hinterstoder rückt bei jeder Meldung eines Brandverdachts aus, ganz gleich zu welcher Tageszeit. Das ist auch gut so: Lieber einmal umsonst ausrücken, als im Ernstfall zu spät zu kommen.