Suche nach ...

Veranstaltungen

Offiziell gewürdigt: Unser RLF-Tunnel im Rampenlicht des Landes

BI d. F. Florian Miller zur Übersicht

Das Rüstlöschfahrzeug Tunnel der Feuerwehr Hinterstoder ist seit November 2025 im Dienst. Am 28. April 2026 wurde es nun auch offiziell vom Land Oberösterreich gewürdigt – bei einer feierlichen Übergabe in Linz, bei der 31 Stützpunktfahrzeuge ins Rampenlicht rückten.

Am 28. April 2026 lud das Oö. Landes-Feuerwehrkommando zur feierlichen Übergabe von 31 Stützpunktfahrzeugen und Spezialgeräten an 28 Feuerwehren aus 15 Bezirken. Für die Feuerwehr Hinterstoder war es ein besonderer Moment: Unser Rüstlöschfahrzeug Tunnel, das bereits seit November 2025 im aktiven Einsatzdienst steht, wurde dabei offiziell in den Kreis der landesweit modernsten Stützpunktfahrzeuge aufgenommen.

Kommandant HBI Helmut Kniewasser, Kommandant-Stellvertreter OBI Martin Hackl, Ehren-Brandinspektor Anton Stummer sowie Bürgermeister Klaus Aitzetmüller waren persönlich in Linz dabei und nahmen die offizielle Würdigung entgegen.

Ein Fahrzeug, das seinen Platz verdient hat

Dass Hinterstoder überhaupt ein solches Spezialfahrzeug bekommt, ist kein Zufall. Die Gemeinde liegt unmittelbar an der Pyhrnautobahn A9, deren Tunnelanlagen besondere Anforderungen an die örtliche Feuerwehr stellen. Brände oder Unfälle in einem Tunnel sind für jede Feuerwehr eine der anspruchsvollsten Aufgaben überhaupt: enger Raum, dichter Rauch, kaum Möglichkeit zur natürlichen Belüftung. Genau dafür braucht es speziell ausgerüstete Fahrzeuge und entsprechend ausgebildete Mannschaften.

Hinterstoder ist bereits seit dem Jahr 2000 als Tunnelstützpunkt tätig. Das neue Rüstlöschfahrzeug Tunnel ersetzt das damalige Tanklöschfahrzeug, das über 25 Jahre lang zuverlässige Dienste geleistet hat.

Was steckt in diesem Fahrzeug?

Das neue Rüstlöschfahrzeug Tunnel kurz RLF-T ist auf einem Mercedes-Benz Atego 1730 mit Allradantrieb aufgebaut und leistet 299 PS. Den feuerwehrtechnischen Aufbau lieferte die Firma Rosenbauer in einer speziellen Tunnelausführung, die auf die Anforderungen oberösterreichischer Stützpunktfeuerwehren abgestimmt ist. Das Fahrzeug trägt den Funkrufnamen "Tank Hinterstoder" und gehört dem Landeskatastrophenschutz Oberösterreich.

Der Gesamtwert des Fahrzeuges beträgt rund 720.000 Euro. Finanziert wurde es aus Mitteln des Landeskatastrophenschutzes, des Gemeinderessorts und des Landes Oberösterreich. Für die Gemeinde Hinterstoder entstanden dabei keine Kosten. Zusätzliche Ausrüstungsteile hat die Feuerwehr mit Unterstützung großzügiger Spenderinnen und Spender aus der Region selbst finanziert.

Planung als Gemeinschaftsleistung

Hinter dem Fahrzeug stecken viele Stunden akribischer Arbeit. Eine eigene Fahrzeug-Arbeitsgruppe unter der Leitung von Kommandant-Stellvertreter OBI Martin Hackl hat in enger Abstimmung mit dem Landesfeuerwehrkommando und der Firma Rosenbauer ein praxisnahes Fahrzeugkonzept entwickelt. Von der ersten Idee bis zur Abnahme war es ein langer Weg, den das Team mit großem Engagement gegangen ist.

Stützpunktwesen als Rückgrat des Katastrophenschutzes

Die Veranstaltung in Linz machte deutlich, wie ernst das Land Oberösterreich die Weiterentwicklung des Stützpunktwesens nimmt. Mit einer Gesamtinvestition von über fünf Millionen Euro wurden heuer 28 Feuerwehren mit moderner Technik ausgestattet, finanziert gemeinsam von Bund, Land, ASFINAG und ÖBB. Aktuell übernehmen 215 Feuerwehren in Oberösterreich rund 500 Stützpunktaufgaben, von der Tunnelbrandbekämpfung über Wasserrettung bis hin zur Höhenrettung.

Für die Feuerwehr Hinterstoder ist die offizielle Übergabe mehr als ein symbolischer Akt. Sie ist die Bestätigung, dass unsere Wehr auch in Zukunft eine wichtige Rolle im überregionalen Katastrophenschutz der Region Pyhrn-Priel übernimmt.

Bilder: Hermann Kollinger

Link zum Bericht - Indienststellung des RLF Tunnel im November

Link FlickR Galerie - OÖ Landesfeuerwehrverband