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Übung und Ausbildung

Drei Hubschrauber über Hinterstoder - 110 Teilnehmer bei Flughelferweiterbildung im Einsatz

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Drei Hubschrauber, zwei angenommene Brandstellen und rund 110 Teilnehmer: Auf den Hutterer Böden in Hinterstoder stand am Mittwoch, 30. September 2026, eine groß angelegte Flughelferweiterbildung des Landesfeuerwehrkommandos Oberösterreich beziehungsweise der Landesfeuerwehrschule auf dem Programm. Im Mittelpunkt stand die Zusammenarbeit zwischen den Flughelfern der oberösterreichischen Feuerwehren, den Hubschrauberbesatzungen sowie der Bergrettung bei einem Waldbrandszenario im anspruchsvollen alpinen Gelände.

Die Weiterbildung richtete sich an die Flughelfer der Flughelferstützpunkte der Feuerwehren in Oberösterreich. Unter möglichst realitätsnahen Bedingungen konnten die Teilnehmer jene Abläufe trainieren und vertiefen, die bei einem tatsächlichen Waldbrand oder einem anderen Einsatz mit Luftunterstützung innerhalb kürzester Zeit funktionieren müssen.
Für ein besonders umfangreiches Übungsszenario sorgten gleich drei Hubschrauber. Das Österreichische Bundesheer beteiligte sich mit einer Bell 212 und einer Leonardo AW169, während seitens des Bundesministeriums für Inneres beziehungsweise der Polizei ein Hubschrauber „Libelle“ aus Hörsching eingesetzt wurde.
 

Zwei Brandstellen im alpinen Gelände
Für die Weiterbildung wurden zwei Brandstellen angenommen. Dabei galt es, die besonderen Herausforderungen eines Waldbrandes in schwer zugänglichem und teilweise steilem Gelände zu bewältigen. Genau dort spielt der Einsatz von Hubschraubern eine entscheidende Rolle: Wo Fahrzeuge nicht mehr weiterkommen und lange Anmarschwege wertvolle Zeit kosten, können Mannschaften, Material und Löschwasser auf dem Luftweg transportiert werden.
Entsprechend vielfältig waren die Aufgaben für die Flughelfer. Neben Transportflügen wurden auch Mannschaftsflüge durchgeführt. Die Einsatzkräfte mussten dabei die notwendigen Abläufe am Boden vorbereiten und die Zusammenarbeit mit den Hubschrauberbesatzungen trainieren.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Wassertransporten mit den Hubschraubern. Bei Wald- und Vegetationsbränden in abgelegenen Gebieten kann Löschwasser nicht immer in ausreichender Menge unmittelbar an die Einsatzstelle gebracht werden. Die Unterstützung aus der Luft ermöglicht es, Wasser auch in schwer erreichbare Bereiche zu transportieren beziehungsweise gezielt zur Brandbekämpfung einzusetzen.
 

Sicherheit im Steilgelände
Während über den Hutterer Böden die drei Hubschrauber ihre Transport- und Übungsflüge absolvierten, wartete auf die Einsatzkräfte am Boden eine weitere Herausforderung: das steile alpine Gelände.
Hier kam die Bergrettung Hinterstoder ins Spiel. Die Bergretter errichteten Seilgeländer und sorgten damit für die notwendige Sicherung der Flughelfer und Feuerwehreinsatzkräfte in besonders exponierten Bereichen. So konnte auch das sichere Arbeiten in schwierigem Gelände unter realistischen Bedingungen trainiert werden.


Gerade bei Waldbränden im Gebirge treffen mehrere Gefahren gleichzeitig aufeinander. Neben Feuer und Rauch müssen sich die Einsatzkräfte in steilen Hängen bewegen, während gleichzeitig Hubschrauber im unmittelbaren Einsatzbereich operieren. Umso wichtiger sind klar geregelte Abläufe und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Einsatzorganisationen.
 

Flughelfer als Bindeglied zwischen Boden und Luft
Eine besondere Bedeutung kommt dabei den speziell ausgebildeten Flughelfern der Feuerwehr zu. Sie bilden bei Einsätzen mit Hubschrauberunterstützung eine wichtige Schnittstelle zwischen den Kräften am Boden und den Besatzungen in der Luft.
Die regelmäßige Weiterbildung der Flughelferstützpunkte ist daher ein wesentlicher Bestandteil der Vorbereitung auf reale Einsätze. Handgriffe, Kommunikation und Sicherheitsabläufe müssen sitzen, wenn unter Zeitdruck Mannschaften, Geräte oder Löschwasser mit Hubschraubern transportiert werden.
 

Die Hutterer Böden boten dafür am Mittwoch ideale Voraussetzungen. Rund 110 Teilnehmer konnten unterschiedliche Szenarien durchspielen und Erfahrungen im unmittelbaren Zusammenspiel mit den Hubschrauberbesatzungen sammeln.
Mit der Bell 212 und der Leonardo AW169 des Österreichischen Bundesheeres sowie der „Libelle“ der Polizei standen dabei drei unterschiedliche Luftfahrzeuge zur Verfügung. Dadurch konnten die Flughelfer verschiedene Abläufe bei Transport-, Mannschafts- und Wasserflügen praxisnah trainieren.


Die groß angelegte Weiterbildung in Hinterstoder zeigte einmal mehr, wie entscheidend das Zusammenspiel verschiedener Spezialkräfte bei einem Waldbrand im alpinen Raum sein kann. Wenn Einsatzfahrzeuge an ihre Grenzen kommen und sich Brandstellen nur noch schwer vom Boden aus erreichen lassen, wird der Hubschrauber zu einem wichtigen Einsatzmittel – und die Flughelfer am Boden zu einem wesentlichen Bindeglied zwischen Feuerwehr und Besatzung in der Luft.

Fotos & Bericht: FotoKerschi.at

Weitere Bilder unter folgendem Link: https://www.fotokerschi.at/blog/drei-hubschrauber-uber-hinterstoder-110-einsatzkrafte-bei-flughelferweiterbildung-im-einsatz