BI d. F. Florian Miller zur Ăbersicht
Nachdem wir bereits zur Mittagszeit auf der BergstraĂe gefordert waren, erreichte uns am spĂ€ten Nachmittag der nĂ€chste Alarm. Ein Mietwagen war auf der winterlichen MautstraĂe in eine gefĂ€hrliche SchrĂ€glage geraten und drohte abzustĂŒrzen.
Um 16:24 Uhr wurden wir erneut von der Landeswarnzentrale alarmiert. Ein israelisches Urlauberpaar war mit seinem BMW-Leihwagen auf der MautstraĂe rĂŒckwĂ€rts von der Fahrbahn abgekommen. Das Fahrzeug stand so ungĂŒnstig am Rand, dass es ohne fremde Hilfe abzustĂŒrzen drohte. Unter der Leitung von BI Peter Schoisswohl rĂŒckten elf unserer Kameraden mit dem RLF-Tunnel und dem Löschfahrzeug aus.
PrÀzisionsarbeit mit Seilwinde und Greifzug
Die Herausforderung vor Ort war, das Auto so zu sichern und zu bergen, dass keinerlei SchĂ€den am Fahrzeug entstehen. Da der Wagen keine entsprechende WinterausrĂŒstung â also weder Schneeketten noch vollwertige Winterreifen â hatte, gab es auf der rutschigen Fahrbahn keinerlei Grip.
Wir setzten eine Kombination aus der Seilwinde unseres RĂŒstlöschfahrzeugs und einem Greifzug ein. Der Greifzug ist ein manuelles Hebe- und ZuggerĂ€t, mit dem wir Lasten sehr feinfĂŒhlig und zentimetergenau bewegen können. Durch dieses koordinierte Zusammenspiel konnten wir den BMW ohne eine einzige Schramme zurĂŒck auf die StraĂe bringen.
Sicherheit geht vor
WĂ€hrend die Polizei die Daten aufnahm, kĂŒmmerte sich unser Feuerwehr-Medizinischer Dienst (FMD) um das glĂŒcklicherweise unverletzte aber erschrockene Urlauberpaar. Da eine Weiterfahrt unter diesen Bedingungen mit dem Mietwagen nicht sicher möglich war, schleppten wir das Auto direkt zum Hotel auf die Hutterer Böden und stellten es sicher in der Tiefgarage ab.
Ein Appell an alle Autofahrer
Auch bei diesem Einsatz zeigte sich leider wieder: Allwetterreifen reichen bei unseren winterlichen VerhÀltnissen am Berg oft nicht aus. Wir bitten euch daher noch einmal eindringlich, die Schilder im Tal zu beachten und die Schneeketten rechtzeitig anzulegen. Das schont nicht nur eure Nerven, sondern verhindert auch solche gefÀhrlichen Situationen.
Nach rund zweieinhalb Stunden war der Einsatz beendet, und wir konnten um 18:56 Uhr wieder einrĂŒcken.