Heimrauchmelder

RTEmagicC_mindestschutz241x716_jpgMir passiert so etwas nicht! – Denken Sie das auch, wenn Sie von einem Wohnungsbrand lesen? Wie die Statistiken zeigen, dürfte das ein Großteil der österreichischen Bevölkerung tun. Vorsicht ist kein ausreichender Schutz. Minimieren können Sie das Risiko durch Rauchmelder. Vorsicht genügt nicht immer
90 Prozent der Brände beginnen schleichend und glosen oft stundenlang mit niedriger Temperatur und großer Rauchentwicklung vor sich hin. Das drohende Feuer muss aber früh genug erkannt werden. Und genau hier schlummert die größte Gefahr. 70 Prozent aller Brandtoten wurden im Schlaf überrascht.

Zwei Minuten Zeit
Wer denkt, er hätte noch 10 bis 15 Minuten, um sich aus dem Haus oder der Wohnung zu retten, wenn der Brand bemerkt wird, der irrt. Nach Ausbruch eines Brandes bleiben den Opfern maximal zwei Minuten Zeit zur Selbstrettung, bestätigt DI Dr. Friedrich Perner, Branddirektor von Wien. Man kann sich auch nicht darauf verlassen, dass Nachbarn oder Haustiere rechtzeitig warnen. Rauch ist das eigentliche Problem bei Zimmerbränden. Es genügt schon eine Lungenfüllung mit Brandrauch, die das Bewusstsein raubt und eine Flucht unmöglich macht.

Todesursache Nr. 1: Ersticken
Die bei Bränden in Wohnräumen entstehenden Brandgase enthalten ein Vielzahl giftiger Substanzen. Viele der Brandopfer erleiden den Tod durch diese Brandgase, die wenigsten durch Verbrennungen. Unter den giftigen Stoffen im Brandrauch befinden sich beispielsweise Salzsäuregas (aus PVC und anderen Kunststoffen in Kabeln, Folien usw.) oder Blausäuregas (aus Polyuhrethan, aus dem
Schaumstoff für Polstermöbel hergestellt wird). Der heimtückischste der Stoffe ist jedoch das Kohlenmonoxid, das bei fast jedem Wohnungsbrand in größeren Mengen entsteht. Dieses geruchlose Gas führt beim Menschen zu einer verminderten Sauerstoffaufnahme, die Folgen sind Müdigkeit, Bewusstlosigkeit und schließlich der Tod. Gerade nachts, im Schlaf, haben die Betroffenen gar keine Chance mehr, den Brand zu entdecken und sich zu retten. Hier kann ein Rauchmelder rechtzeitig wecken und schlimmeres verhüten helfen.

Wie funktioniert ein Rauchmelder ?
Die meisten der heute im Handel befindlichen Rauchmelder arbeiten rein optisch. Sie beinhalten eine Messkammer, in der eine Lichtquelle dauernd oder in bestimmten Abständen ein Lichtsignal abstrahlt. Dieses Licht wird im Normalfall nach Durchqueren der Messstrecke in einer Absorptionskammer verschluckt. Gelangt nun Rauch in die Messstrecke, wird das Licht an den Rauchpartikeln gestreut und verlässt seine gerade Bahn. Dadurch gelangt auch Licht auf eine neben der Messstrecke befindliche Photozelle, das „Auge“ des Rauchmelders. Eine Auswerteelektronik sorgt nun dafür, dass ein eingebauter Alarmgeber ein lautes Signal abgibt.

Wo montiert man den Rauchmelder?
Da die heißen Brandgase nach oben steigen, muss der Rauchmelder auf jeden Fall an der Decke angebracht werden. Am besten geeignet ist dafür ein Raum im Übergang zwischen Wohn- und Schlafbereich, also beispielsweise der Flur oder das Treppenhaus. Nach Möglichkeit sollte bei mehrgeschossigen Wohnungen in jeder Etage ein Rauchmelder angebracht werden. Bei vielen Modellen ist es möglich. Mehrere Rauchmelder über Klingelleitung zu verbinden, so dass beim Alarm eines Melders alle anderen mit alarmieren. Zusätzliche Melder für besonders gefährdete Räume wie z.B. Dachboden, Kinderzimmer oder Küche können das System ergänzen.

Worauf sollte man beim Kauf achten ?
Eine Richtlinie für den Bau von Rauchmeldern gibt es leider in Österreich nicht, lediglich Großbritannien hat hier einen Standard vorgegeben. Achten Sie daher auf: Prüfzeichen nach CE und GS Prüfzeichen britischer Standard BS 5446 mehrjährige Garantie Batteriegerät mit akustischer Leerwarnung und Gangreserve für mindestens 30 Tage Testknopf zum Überprüfen der Funktion.

Für Fragen zu Heimrauchmeldern steht Ihnen die Feuerwehr Hinterstoder gerne zur Verfügung!

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